Weil das alles ist was bleibt.

Die Zeit steht still, immer wenn ich an dich denk.

Mein Versand wehrt sich noch immer dagegen das zu glauben, was geschehen ist. Was du geschehen lassen hast. Das du gegangen bist, weit weg von uns. An einen anderen Ort, in deinen Augen ein besserer als diese Welt. In manchen Momenten kommt mir das so fremd, so fern vor. Ich dachte immer sowas passiert unserer Familie nicht. Wir sind beständig, habe ich gedacht. Wir sind Zuflucht, habe ich gedacht. Wir geben Schutz und Halt. Zumindest wollten wir das. Doch du könntest uns nicht greifen, deine Seele und dein Geist waren schon auf Abwegen. Wir zu blind zu erkennen, dass deine Entscheidung schon getroffen ist. Du wolltest nicht bleiben, nicht mehr sein. Unsere Worte, unser Rat, unser Vorrantreiben prallten an dir ab. Das machte uns wütend, du bliebst stumm. Vielleicht trieben wir dich damit weiter in deine Verzweiflung, unwissend was wir taten. Unwissend was wir anfachten, entgegengesetzt dem, was wir eigentlich bewirken wollten. Es war schon zu spät. Die vorangegangene Zeit, dein vorrangeganes Leben schienen es dir unmöglich zu machen am Leben zu bleiben. Dabei gab es, in unseren Augen, doch so viel, was dir Kraft schenken müsste. Deine bezaubernde Tochter, die morgen 3 Jahre alt wird. Wir, deine Familie, die hinter dir stand. Vielleicht hätten wir vor dir stehen sollen. Vielleicht hätte aber auch das nicht gereicht. Was bleibt sind Fragen, Vorwürfe, Schuldige. Eine große Leere, ein schmerzendes Herz. Traurige Augen die auf deine Tochter blicken, wissentlich dem, was passiert ist. „mein Papa ist jetzt im Himmel“, sagt sie manchmal unbedacht. Sie kann es nicht wissen.

Zerrissen von Gedanken wird meinem Verstand dann klar, du bist nicht mehr da. Kein Wort werden wie jemals mehr wechseln, keine gemeinsame Situation mehr erleben. Es tut weh.
Das ist was bleibt.. der Schmerz der in deinen Eltern, meinen Großeltern liegt, ist schier unendlich. Unerträglich. Wie eine schwere Decke lastet es auf ihnen, auf uns. Das sind Tränen, die nie trocknen werden. Eine Trauer, die nie gehen wird. Ein Verlust als ewiger Begleiter, der nun auf deinem Platz sitzt. Und wir sitzen da, ihm gegenüber und wollen nicht glauben, was er uns da sagt. Weil das alles ist, was bleibt ..  <‘3

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